Giulietta Gruppe H

Langzeitprojekt

Ziel des Projektes:

Ziel ist eine schnelle Giulietta mit viel Fahrspaß,aufgebaut nach dem DMSB Gruppe H Reglement. Motorsportliche Erfolge sind kaum zu erwarten. Mit den zu erwartenden 170PS bei ca. 7000/min Drehzahl und überschaubarem Aufwand beim Aufbau des Motors befindet man sich eher im unteren Bereich der 8-Ventil-Motoren der Konkurrenz Opel, VW und BMW. Um die Leistung weiter nach oben zu treiben steigen die Kosten überproportional an (H-Schaft Pleuel usw.)

Motor

Konzept:

Gemäßigt leistungsgesteigerter Originalmotor mit Original-Pleuelstangen. Die Höchstdrehzahl wird bei ca. 7500/min liegen, begrenzt durch die Pleuelstangen. Die Doppel-Querstromvergaser werden durch eine voll programmierbare Einspritzanlage mit Einzeldrosselklappen ersetzt. Auch die Zündanlage ist voll programmierbar.

Einspritzanlage:

Die Drosselklappenteile stammen von DBilas. Da der modernere Zylinderkopf aus den frühen Alfa 75 mit der modifizierten Ansaugbrücke verwendet werden soll, müssen geeignete Adapterstücke konstruiert und angefertigt werden.

 

Drosselklappenteil DBilas 45mm

   3D-Konstruktion der Adapterteile

Drosselklappenteil DBilas 45mm

 

 3D-Konstruktion der Adapterteile, Achtung! Es sind 3 verschiedene

 

Adapterteile auf Ansaugbrücke   Prüfen der Passgenauigkeit

Vom 3D-Modell zum Alu-Bauteil; Um Kosten zu reduzieren wurden Drehteile bestellt und von mir weiter bearbeitet

 

Prüfen der Passgenauigkeit

 

 

Zylinderkopf:

Der Zylinderkopf stammt von einem Alfa 75 2Liter Vergasermotor und war zuletzt in einer Giulietta mit dem 75er Motorblock montiert. Nach einem Motorschaden wurde der Motor demontiert. Nach eingehender Prüfung des Zylinderkopfes habe ich mit viel Arbeit die Kanäle ähnlich den Vorgaben im Buch von Jim Kartalamakis bearbeitet. Bei der Firma Formula GT in München wurden dann überarbeitete Ventiführungen und andere Ventile und Ventilsitze eingebracht (Einlassventil 46,5mm Schaft 8mm für größere Querschnittfläche; Auslassventil 38,5mm Schaft 8mm für serienmäßigen Sitzinnendurchmesser und optimierter Querschnittfläche).

Nachträglich fanden sich Risse an mehreren Zylindern zwischen Auslass-Ventilsitz und Dichtfläche. Durch die Firma Formula GT wurden diese Risse geschweißt. Ob der Zylinderkopf seine ursprüngliche Festigkeit wieder erreicht bleibt offen aber ohne Optimismus ist solch ein Projekt nicht machbar. Sollte der Kopf erneut reißen muss eben ein neuer her.

 

 

Zylinderkopf mit Ventilen_1 Zylinderkopf mit Ventilen_2

Zylinderkopf mit Ventilen_1

   

Zylinderkopf mit Ventilen_2

Zylinderkopf mit Ventilen_3   Blick in den Einlasskanal

Zylinderkopf mit Ventilen_3

 

Blick in den Einlasskanal

 

 

Einlassventil   Auslassventil

Einlassventil

 

Auslassventil

 

Ventilsitz Einlass   Ventilsitz Auslass

Ventilsitz Einlass

 

Ventilsitz Auslass

 

Einlasskanal nach Schweißen_nachgeschliffen

   Auslasskanal nach Schweißen_nachgeschliffen

Einlasskanal nach Schweißen_nachgeschliffen

 

Auslasskanal nach Schweißen_nachgeschliffen

 

 

Karosserie:

Verwendet werden soll eine Originalkarosserie mit GFK Keckdeckel und GFK Motorhaube. Kleinere Änderungen an der Karosserie werden vorgenommen um Verbesserungen in verschiedenen Bereichen zu erzielen. Die Karosserie stammt von einer der letzten Giuliettas aus dem Jahr 1985 bei denen bereits modifizierte Baugruppen wie z.B. die Aufnahme für die Drehstabfederung an der Vorderachse verwendet wurden. Türen sollen aus Kostengründen erleichterte Originaltüren sein.

 

GFK-Heckdeckel_1   GFK-Heckdeckel_2

GFK-Heckdeckel_1

 

GFK-Heckdeckel_2

 

 

GFK-Motorhaube-1   GFK-Motorhaube_2

GFK-Motorhaube_1

 

GFK-Motorhaube_2

Räder/Reifen:

Um die Optik der Giulietta nicht zu stören habe ich mich gegen Kotflügelverbreiterungen entschieden. Aus meiner Erfahrung mit dem Alfa 75 weiß ich, dass 8Zoll breite Reifen eigentlich kein Problem sein dürften. An meinem Restaurationsobjekt habe ich mal eine Radaufhängung montiert um zu sehen ob die Reifen tatsächlich auch bei der Giulietta passen könnten. Zum testen stand mir hier ein ausgemustertes Rad 7x15 ET 30 mit einem Avon Rennreifen 8.0/21.5-15 zur Verfügung. Wie nachfolgend zu sehen findet auch der 226mm breite Reifen noch einigermaßen Platz im vorderen Radhaus. Sicherlich komme ich um das Bördeln der Radläufe nicht herum. Vom Gefühl her kann die Außenflanke des Rades auch noch um ca. 5mm nach außen gesetzt werden. Somit wären z.B. Felgen der Dimension 7x15 ET 25 oder sogar 7.5x15 ET 32 möglich. Für die Hinterachse sind solche Felgen garkein Problem.

 

 

Der 226mm breite Reifen im Radhaus

Der 226mm breite Reifen im Radhaus

 

7x15 ET30 bei ca. 60mm Bodenfreiheit_1   7x15 ET30 bei ca. 60mm Bodenfreiheit_2

7x15 ET30 bei ca. 60mm Bodenfreiheit_1

 

7x15 ET30 bei ca. 60mm Bodenfreiheit_2

 

 

Nach eingehender Überlegung habe ich mich für günstige Ronal A1 Replicas in 7x15 ET25 entschieden. Direkt aus Italien eingetroffen habe ich sie auf Passgenauigkeit und Rundlauf hin überprüft. Die Felgen machen einen guten Eindruck, der Rundlauf ist nicht zu 100% zufriedenstellend aber sollte noch in der Toleranz liegen (geschätzt unter 1mm). Geliefert wurden die Felgen mit Zentrierung, Radmuttern und Felgendeckel/Emblemen.

Ronal A1 Replicas 7x15 ET 25_1   Ronal A1 Replicas 7x15 ET 25_2

Ronal A1 Replicas 7x15 ET 25_1

 

Ronal A1 Replicas 7x15 ET 25_2